Was braucht ein Onlineshop in Deutschland rechtlich?
Ein Onlineshop, der an Verbraucher in Deutschland verkauft, braucht fünf Pflichtbausteine. Sie sind alle vor der ersten Bestellung fällig — nicht erst, wenn der Shop läuft.
Short answer
- Ein vollständiges Impressum nach § 5 DDG, von jeder Seite mit maximal zwei Klicks erreichbar.
- Eine Widerrufsbelehrung mit Muster-Widerrufsformular nach §§ 312g und 355 BGB; die Frist beträgt 14 Tage.
- Eine Datenschutzerklärung nach Art. 13 DSGVO und eine Einwilligung für nicht notwendige Cookies nach § 25 TDDDG.
- Preisangaben nach PAngV: Gesamtpreis inklusive Umsatzsteuer, Versandkosten und — bei Mengenware — Grundpreis.
- Eine Registrierung im Verpackungsregister LUCID, bevor die erste verpackte Ware verschickt wird.
Die Pflichtbausteine im Überblick
Pflichtangaben für einen deutschen Onlineshop
| Baustein | Rechtsgrundlage | Worauf es ankommt |
|---|---|---|
| Impressum | § 5 DDG | Name, Anschrift, E-Mail, Register und USt-IdNr., falls vorhanden |
| Widerrufsrecht | §§ 312g, 355 BGB | 14 Tage, Belehrung in Textform plus Muster-Widerrufsformular |
| Datenschutz | Art. 13 DSGVO, § 25 TDDDG | Erklärung plus vorherige Einwilligung für Tracking-Cookies |
| Preisangaben | PAngV | Gesamtpreis inkl. USt., Versandkosten, Grundpreis bei Mengenware |
| Verpackungen | VerpackG | LUCID-Registrierung vor dem ersten Versand, plus Systembeteiligung |
Der Bestellprozess selbst
- Die Schaltfläche zum Abschluss muss eindeutig beschriftet sein, etwa „Zahlungspflichtig bestellen“ (Button-Lösung, § 312j BGB).
- Unmittelbar vor dem Klick müssen Ware, Gesamtpreis, Versandkosten und Laufzeit sichtbar sein.
- Nach der Bestellung ist eine Bestätigung in Textform zu senden, inklusive Widerrufsbelehrung.
Häufige Fehler
- Das Impressum liegt nur im Footer einer einzigen Seite oder ist als Bild eingebunden.
- Die Widerrufsbelehrung stammt aus einem alten Muster und nennt keine Rücksendekosten.
- Cookies werden gesetzt, bevor eingewilligt wurde — das Banner ist dann reine Dekoration.
- Versandkosten erscheinen erst im letzten Checkout-Schritt statt an der Ware.
- LUCID wird vergessen, obwohl schon die erste Umverpackung registrierungspflichtig ist.
So hilft 4shopy
- Vorlagen für Impressum, Widerrufsbelehrung und Datenschutzerklärung sind als eigene Seiten angelegt und aus dem Footer jeder Seite verlinkt.
- Der Checkout führt die Button-Lösung, Gesamtpreis und Versandkosten vor dem Abschluss.
- Die Bestellbestätigung geht automatisch raus, mit Rechnung aus dem 4b2b-Ökosystem.